naturkostaktiv.de ist ein Verbund von selbstständigen Naturkostfachgeschäften, Bio-Lieferdiensten und Hofläden biologisch wirtschaftender Bauernhöfe zur Vermarktung von Naturkost und Naturwaren via Internet. Ob Bio-Gemüseabo, eine Ökokiste mit Bio-Brot, Bio-Käse und Bio-Fleisch oder einzelne Bio-Produkte - die Dezentralität und Regionalität ist unser Grundsatz. Wir versenden keine Waren über große Distanzen. Das Geschäft, das sich Ihnen nach Eingabe Ihrer Postleitzahl präsentiert, ist der Fachhändler oder Bio-Bauer "um die Ecke".
Bio-Geflügel hat mehr Platz und Auslauf
(24.08.2010)
Öko-Futter und keine vorbeugenden Arzneimittel
Sind Bio-Hennen glücklicher als ihre konventionellen Artgenossinen? Wenn damit eine artgerechtere Haltung gemeint ist, kann man das grundsätzlich bejahen. Doch die agrarindustriellen Strukturen machen den Zertifizierungsgesellschaften die Kontrolle der Bio-Bestimmungen schwer.
Die EU-Öko-Verordnung fordert mindestens 1 qu Platz für 6 Tiere. In der konventionellen Freilandhaltung sind werden bis zu 9 Tieren pro Quadratmeter gehalten. Der Auslauf in der ökologischen Haltung muss ganztägig 4 qu pro Tier garantieren. In der konventionellen Freilandhaltung ist dies auf 6 Stunden täglich limitiert, so dass dieselbe Fläche mehrfach genutzt werden kann. Die vorbeugende Gabe von chemisch-synthetischen Arzneumitteln, wie z.B. Antibiotika, ist verboten. Es darf ausnahmslos nur Bio-Futter gefüttert werden.
Geflügelbarone, die nun "Bio" als attraktive Wertschöpfung entdecken, halten bis zu 36.000 Bio-Legehennen pro Betrieb. Misstrauen ist hier durchaus angebracht. Zeigte die Vergangenheit doch einige eklatante Verstöße gegen die Bio-Haltungsbestimmungen. Auch entspricht eine solche Massentierhaltung nun nicht gerade den Vorstellungen von Bio-KonsumentInnen.
Verbandsware garantiert bessere Haltungsbedingungen
Wer sicher gehen will, dass sein Frühstücksei nicht in einer agroindustriellen Massenproduktion erzeugt wurde, sollte Verbandsware kaufen. Die Bestimmungen der Öko-Verbände wie Bioland, Demeter oder z.B. Biokreis schreiben nämlich mindestens 50 % Futtermittel aus eigener Produktion vor. Damit wird die Zahl der Legehennen durch die Größe des Hofes begrenzt.
...wie ein Ei dem anderen
Ein Ei gleicht - so weiß es auch die traditionelle Redewendung - nun einmal dem anderen. Damit ist es ein besonders schwer zu kontrollierendes Produkt. Wissenschaftler arbeiten zwar an eindeutigen Identifikationsmethoden wie einer Isotopen-Untersuchung oder einem Biophotonentest. Doch solange zuverlässige und flächendeckende Verfahren nicht zur Verfügung stehen, geht die geneigte Bio-Käuferin am besten auf "Nummer Sicher" durch Einkauf von regionaler Verbandsware im Bioladen. Da weiß man, woher die Eier tatsächlich kommen.



