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25.000 Stimmen fordern Engagement für Kleinbauern

(14.10.2010)

Naturland mit Postkarten-Appell an Bundesministerin Aigner

25.000 Postkarten fordern mehr Engagement weltweit für Kleinbauern. Mit der Aktion "Öko + Fair ernährt mehr!" wenden sich der Weltladen-Dachverband und der Öko-Anbauverband Naturland an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) und fordern diese auf, ökologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft im Sinne einer zukunftsfähigen Welternährung stärker zu fördern.

Maria Gubisch, Vorsitzende des Weltladen-Dachverbands, und Steffen Reese, Geschäftsführer von Naturland, stellen gemeinsam fest: „Wir brauchen dringend eine globale Agrarwende!“.

Seit dem Weltladentag im Mai mobilisieren bundesweit über 300 Weltläden und zahlreiche Naturkostläden für die Forderungen der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!“. Mit zahlreichen Aktionen machen sie auf die globale Ernährungsproblematik aufmerksam und weisen auf die positiven Wirkungen des Fairen Handels und Öko-Landbaus hin. Über 25.000 Menschen unterzeichneten den Appell an die Bundesregierung. Darin fordern der Weltladen-Dachverband und Naturland die Politik auf, die ökologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft national und international zu fördern. Zudem sollen die grarexportsubventionen, die für Bauern in Entwicklungsländern katastrophale Auswirkungen haben, sofort und endgültig abgeschafft werden.

Weltweit hungern heute bis zu eine Milliarde Menschen. Zwei Drittel dieser Menschen leben auf dem and, also dort, wo Nahrungsmittel produziert werden. „Eine Agrarpolitik, die Massenproduktion unter hohen ökologischen und sozialen Kosten fördert und auf ungebremsten Export setzt, ruiniert bäuerliche Strukturen weltweit – und damit Ernährungssouveränität“, so Maria Gubisch, Vorstandsvorsitzende des Weltladen-Dachverbands. „Fairer Handel und Landbau nach ökologischen Prinzipien können – gerade in Entwicklungsländern – inen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung leisten“, so Naturland Geschäftsführer Steffen Reese. „Kleinbäuerliche Landwirtschaft spielt dabei bereits jetzt eine Schlüsselrolle. Die anstehende Reform der EU-Agrarpolitik wird zeigen, wie rnsthaft sich die EU für die weltweite Hungerbekämpfung insetzen wird.“

Den Schlusspunkt der Aktion setzte ein Päckchen mit 500 Postkarten, das im Rahmen der Konferenz „Wer ernährt die Welt?“ von Misereor, AbL und Germanwatch an die Staatssekretärin im BMZ Gudrun Kopp – in Vertretung für Bundesminister Dirk Niebel – übergeben wurde.

„Öko + Fair ernährt mehr!“ ist eine Kampagne für zukunftsfähige Welternährung, initiiert von Weltladen-Dachverband und dem Öko-Verband Naturland. Mehr zur Kampagne finden Sie unter

www.oekoplusfair.de

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